San Diego (29.6. - 8.7.)

Erste Destination in den Staaten war San Diego. Unser Hostel befand sich Downtown im belebten Gaslamp Quartier. Hunger und Neugierde lockten uns am ersten Abend nach draussen. Beim Glace Schlecken beobachteten wir die hippen, herausgeputzten jungen Menschen wie sie sich ins Nachtleben stürzten. Wir merkten, dass wir mit unserer simplen Travellererscheinung hier ziemlich aus der Reihe tanzten. Man könnte sagen, wir erlitten einen kleinen Kulturschock, ironischerweise von einer uns eher verwandten Kultur..;) Trotz mieser Aufmache ging's noch auf einen Cider in eine Bar wo neben Trinken und Schwatzen ein paar Basketball-Körbe geworfen wurden..

Am nächsten Tag beschlossen wir uns wieder der westlichen Zivilisation anzupassen. Was wäre da besser geeignet als unnötig Geld für Kleider, Schuhe und Taschen auszugeben? Eben..:) wir hatten aber noch einen weiteren Grund uns richtig herauszuputzen. Am selben Abend kam nämlich noch Julia an, welche uns bis nach San Francisco begleiten wird:) Es war Samstag Abend und das Gaslamp platzte wiedermal fast aus allen Nähten als wir unauffällig, sprich mit hohen Schuhen und Kleidchen, in einem angesagten Klub das Tanzbein schwangen. Lange muss man es aber in San Diego (und praktisch überall sonst in den Staaten) nicht auf High Heels aushalten. Um halb zwei werden die letzten Drinks verkauft und um zwei Uhr werden alle nach Hause geschickt, worüber wir an diesem Abend nicht ganz undankbar waren. Highheels-Premiere seit neun Wochen und Müdigkeit hätten uns eh bald ins Bett verdonnert.
 
 
Wir merkten, dass wir den Kulturschock überwunden hatten, als es uns am Sonntag ins nächste Shoppingcenter lockte und wir voll in unserem Element waren. Wir stürmten Victoria's Secrets und Co. und erholten uns von den 'Strapazen' bei einem kühlen Frappuccino von Starbucks.. 
Und weil wir eh schon so viel Geld ausgegeben hatten, setzten wir am Abend noch einen drauf und gingen schick Essen. Wir verdrückten Lobster Mac'n'Cheese  auf der Harbor Island (eigentlich eine Halbinsel) mit fantastischem Ausblick auf die Skyline.
 
 
Den nächsten Tag verbrachten wir mit einem Besuch im weltberühmten San Diego Zoo bei traumhaft sonnigem Wetter. Um ans Pandagehege zu gelangen mussten wir uns eine ganze Weile gedulden, doch der seltene Anblick von Pandas in Gefangenschaft war eine besondere Erfahrung. 
 
 
 
Am nächsten Tag wurde ausgiebig geschlafen und auch sonst war der Tag nicht sehr ereignisreich. Julia und Ale gingen sich die kaputten Haarspitzen  abschnibbeln, während Vivi zu Hause blieb, weil ihre Haare natürlich so schön sind ( :-D ) und weil sie sich nicht wohl fühlte. Während dem Abendessen im Hostel lernten wir drei Amerikaner kennen, mit denen Julia und Ale in einer Sportbar "Never have I ever.." spielten und dazu typisch amerikanischen Bourbon Whiskey (gemixt mit Softdrink und Minze) tranken. Es schmeckte eigentlich wie Mojito, sie waren sich jedoch sicher, dass es typisch amerikanisch sei. Wieviel man davon glauben darf, sei dahingestellt. Sie behaupteten schliesslich auch, dass Maccharoni mit Käse ein typisches amerikanisches Gericht sei..
 
Am nächsten Tag ging es Vivi echt beschissen (excuse my language, aber es war wirklich so). Sie hatte hohes Fieber und Ausschlag. Wir entschieden uns, zum Arzt zu gehen, da wir ja erst vor ein paar Tagen noch in Südamerika waren. Dem Arzt gefiel gar nicht was er sah, weshalb wir sofort weiter ins Spital fuhren um ihr Blut auf Malaria untersuchen zu lassen. Im Spital wurde Vivi vom sehr sehr besorgten Dr. Mark alias Dr. Mac Sexy, wie Julia ihn liebevoll nannte, untersucht. Ihr wurde so viel Blut genommen, dass wir echt erstaunt waren, dass sie noch nicht völlig weggetreten war! Sie war richtig tapfer! Wir wurden am selben Tag wieder nach Hause geschickt mit der Aufforderung wieder zu kommen, falls sich ihr Zustand nicht verbessere. Vivi legte sich also schlafen und auch die anderen zwei Hühner waren für nichts mehr zu gebrauchen..
 
Am folgenden Morgen des 4. Julis (independence day!) erwachte Vivi mit über 40 Grad Fieber und wir waren alarmiert! Gleich nach dem Frühstück ging's auf direktem Weg ins Spital, wo wir zum ersten Mal gute Nachrichten hörten. Es handelte sich nicht um Malaria. Doch was war es dann? Die Ärzte entschieden sich dafür, Vivi für eine Nacht im Spital zur Beobachtung zu behalten. Ausgerechnet an diesem Abend! Doch zum Feuerwerk gucken, geschweige denn zum Feiern war Vivi eh nicht im Stande! Deshalb machten sich Julia und Ale alleine und viel zu spät auf den Weg vom Spital zur Küste um das Feuerwerk zu bestaunen. Da sie nicht die einzigen waren, wurde das Feuerwerk im Stau hinter Hochhäusern erspäht..;) wenigstens hatten sie musikalische Unterhaltung vom Autoradio Hit1 und mussten in der doch ziemlich frischen Meerluft von San Diego nicht frieren..;) Nachdem sie ihren Weg aus diesem totalen Chaos gefunden hatten und ihr Auto auf einem der raren Gratisparkplätze  parkiert hatten, entschieden sie sich die Nacht am angesagten Pacific Beach "durchzufeiern" (also eben wieder nur bis zwei Uhr..) Mit dem Taxi angekommen, waren sie aber praktisch gezwungen auf direktem Weg wieder heimzukehren. Sie hatten ihre Pässe nicht auf sich und niemand aber auch gar niemand wollte sie mit der ID reinlassen..:( Sie liessen sich die Laune davon aber nicht verderben und kehrten in die Sportbar im Gaslamp Quartier zurück. Sie schafften sogar noch einen Drink bevor um zwei Uhr die Türen wieder geschlossen wurden...;)
 
Den folgenden Tag verbrachten Julia und Alessandra mit einem ausgedehnten Spaziergang auf der Halbinsel Coronado, wo sich die Schönen und Reichen von San Diego tummeln. Von der einen Seite der Halbinsel hat man einen fantastischen Ausblick auf die Skyline von San Diego, während sich auf der anderen Seite ein langer goldig glitzernder Sandstrand erstreckt. Dazwischen reihten sich typisch amerikanische Einfamilienhäuser mit ihren perfekt gepflegten Gärten aneinander. Nachdem sie die Insel bei prächtigem Sonnenschein umrundet hatten und ihre Füsse sie kaum noch tragen konnten (sah irgendwie kleiner aus auf der Karte;)) kam die erlösende Nachricht von Vivi, dass sie aus dem Spital entlassen wurde. Tatsächlich schaute sie schon viel besser aus und wurde subito wieder zu den anderen Zwei mit ins Hostel geschleppt..
Leider hielt das nicht lange an, denn am nächsten Morgen wachte Vivi mit einem sehr beunruhigendem Hautausschlag wieder auf. Abermals  statteten wir der Notaufnahme in San Diego einen Besuch ab, wo man Vivi's Blutwerte aufs Neue abcheckte. Während Vivi die ganze Prozedur von Untersuchen durchstand, besichtigten Julia und Ale den nahegelegenen Mission Beach. Die Promenade war vollgequetscht mit Spaziergängern, Joggern und Velofahrern auf ihren Beachcruisern (Velos mit gebogenem Lenkrad und relativ tiefem Sattel, der letzte Schrei an Strandresorts). 
Am Abend wurde Vivi vom Spital abgeholt und wer jetzt denkt, das war ihr letzter Spitalaufenthalt, der hat sich getäuscht, denn am Montag musste sie nochmals erscheinen für den offiziellen Entlassungsbericht... Danach hatten alle drei genug vom Spital und Krankenschwestern, wie Summer und flüchteten nach Los Angeles.. 

People in this conversation

  • Guest (jhon smith)

    Comprar réplicas de relojes en nuestro laboratorio, que es Rolex, Panerai, o cualquier otros rreplicas breitling elojes de gama alta, no “más” de una empresa, sino simplemente un placer!
    Calidad, “Esta es la primera que ven replica audemars-piguet todo el proceso y se ve aquí el lema de la ilusión proceso de montaje y la dedicación de nuestros relojeros experimentados, único en su clase de relojes de lujo usado una vez te hace sentir que no es lo mismo réplica de relojes de lujo.

Leave your comments

0
Missing reCAPTCHA keys
terms and condition.