La Paz (21.5. - 24.5.)

Ohne weiteren Aufenthalt in Uyuni gings direkt weiter mit dem Nachtbus nach La Paz. Die Anreise zum hoechstgelegenen Regierungssitz der Welt (~3660 m.u.M) war sehr eindruecklich. Die Haeuser der riesigen Stadt ziehen sich von den Bergspitzen bis tief in alle Seitentaeler.

Angestrengt von der Hoehe und der Uyuni-Tour, gingen wir es in La Paz ruhiger an. Im Kaffee-sitzend beobachteten wir das geschaeftige Treiben und die indigenen Leute in den Strassen von La Paz.

Am folgenden Tag schlenderten wir ueber den hiesigen Hexenmarkt, wo Kleider, Steine, Pflanzen und sonstige skurile Gegenstaende (wie z.B. getrocknete Lama-Foeten) an den Mann gebracht werden.

Zwischen den vollgestopften Touristen-Laeden entdeckten wir erstaunt die quadratische schweizer Flagge, auf die wir sofort zusteuerten. Im ersten Stock des Hauses offenbarte sich uns ein schweizer Kaffee mit schweizer Gerichten wie Chaesspaetzli, Roesti und Birchermueesli. Wir waren so aus dem Haeuschen, dass wir uns mehrere Male dort blicken liessen Lachend.

Ganz in der Naehe befand sich auch das weltgroesste Coca-Museum, welches wir uns nicht entgehen liessen. Um die Stadt nochmals in Ruhe von Oben zu bestaunen, begaben wir uns am naechsten Tag auf einen Aussichtspunkt mit schoenem Park. Am Abend genossen wir zum ersten Mal gegrilltes Lama, welches uns vorzueglich schmeckte (aehnlich wie Rind). Den naechsten Tag verbrachten wir mit Paeckli basteln, Karten schreiben und die Paeckli und Karten zu horenden Preisen zu verschicken. Die muehsam verpackten Paeckli kamen aber auf der bolivianischen Post gar nicht gut an und mussten noch einmal verpackt werden. Anschliessend goennten wir uns eine klassische Peña mit bolivianischen Tanz- und Musikeinlagen. In der Show wurde die bolivianische Geschichte durch aufwaendige Kostueme und Masken geschildert. Auch selbst mussten wir bei den froehlichen Taenzen mithopsen, was uns in dieser Hoehe ganz schoen ausser Atem brachte.

 

P.S. die Fuesse waren immer noch kalt und die Duschen auch!!!! Überrascht

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Tour von San Pedro nach Uyuni (17.5. - 20.5.)

Im Bus von San Pedro zur bolivianischen Grenze ahnten wir schon eisiges, da die Spitze des naheliegenden Vulkans über Nacht eine Schneedecke bekam. Tatsächlich war der Grenzübergang, wo wir den Bus gegen einen 4x4-Jeep wechelsten, schneebedeckt (15 cm). Auch auf der Weiterfahrt waren wir von Schneefällen und schneebedeckten Landschaften begleitet. So war nicht nur die Laguna Blanca weiss, sondern auch die Laguna Verde und die Wüste von Dalí.

 v.l.n.r.: Angela, Ale, Josue, Vivi, Collum

Die Geysire (blubbernder Schlamm) übertrafen mit ihrem Gestank sogar die Nebenwirkungen unserer Ei-Überdosis. Halb durchgefroren erreichten wir die heissen Thermalquellen, in die wir uns mit Bikini bewaffnet hineinsetzten. Das 38grädige Wasser schien sehr heiss, da unsere Füsse ziemlich kalt waren.

Auf 4950 m.ü.M erreichten wir den höchsten Punkt der Reise. Dank Koka-Tee und Koka-Blättern hielt sich das Kopfweh aber in Grenzen. Die tiefergelegene Laguna Colorado konnten wir dann ohne Schnee in ihrem prächtigem Rosa und mit den zahlreichen Flamingos bestaunen. Die Nacht war eisig kalt und wir mussten uns mit mindestens 8 (!) Decken einmummen. Ale schaffte es jedoch nicht genug Wärme anzustauen, sodass sie die ganze Nacht schlaflos frieren musste  Zwinkernd. Gestärkt mit geilem Pancakes-Frühstück ging die Reise weiter zu zahlreichen Fels- und Steinformationen, die fleissig beklettert wurden und zur mysteriösen Laguna Misterioso.

Übernachtet wurde im Salzhostel (alles aus Salz) am Rand des Salzsees von Uyuni. Am nächsten Morgen ging es früh los, um den Sonnenaufgang über dem Horizont der grössten Salzwüsste der Welt (Salar de Uyuni) zu geniessen.

Das Frühstück wurde nach einer stündigen Wanderung auf der Isla de Incawasi auf Salztischen ( was sonst?) serviert. Der Nachmittag war reserviert für das Perspektiv-Fotoshooting auf dem Salzsee, wo wir die Geduld unserer Guides mit immer weiteren Ideen auf die Probe stellten.

Zum Schluss sahen wir noch einen alten Lok-Bahnhof mit lauter verrosteten Zugwaggons.

 

Die Tour mit eindücklicher Natur, coolen Leuten und Guides, super Essen und superkalten Füssen endete in Uyuni.

 

v.l.n.r: Collum, Ale, Ryan, Carolina, Vivi, Felix, Polina, Angela, Amelie

 

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San Pedro de Atacama (14.5. - 17.5.)

San Pedro de Atacama ist eine Oase in der Atacama-Wüste in Chile. Das kleine Dorf ist aber sehr geprägt vom Tourismus. Es reihen sich alternierend Souvenirshops, Reiseagenturen und Restaurants aneinander. Das köstliche Essen geniesst man in herzigen Hinterhöfen von aneinandergereihten Lehmhäusern. Die Atmosphäre am Abend wird mit Lagerfeuern in den Restaurants erwärmt. Am Mittwoch organisierten wir einen Ausflug ins Valle de la Luna und die Weiterreise nach Bolivien, was aufgrund der vielzähligen Agenturen gar nicht so einfach war. Wir traffen ausserdem auf drei Ostschweizer (Luca, Zia und Annina) mit denen wir auch den Abend verbrachten (Essen und lustige Spiele).

v.r.n.l: Ale, Vivi, Annina, Zia, die drei lustigen Engländer, Luca

Die Tour am nächsten Tag ging zuerst zum Valle de la Muerte (Trockenster Ort der Welt) und dann ins Valle de la Luna. Das Valle de la Luna ist geprägt durch Mondähnliche Landschaften bedeckt mit einer Salzkruste. Wir bestaunten den Sonnenuntergang auf einem Berg in der unglaublich schönen Umgebung.

 

 

Zufälligerweise kam Teddy der schwule Austalier am selben Tag auch in San Pedro an und wir gingen mit ihm erneut herrlich essen. Auch die Travellerwelt ist eben klein! 

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Salta (11.5. - 14.5.)

...doch wir wurden positiv überrascht! Wir verbrachten eine kuschelige Nacht in breiten Ledersesseln, hatten gute Tv-Unterhaltung, sowie geniessbares Essen. Wir waren so erholt, dass wir uns schon am ersten Abend ins Nachtleben von Salta stürtzten. Davor genossen wir ein hervorragendes Asado (Bbq) im Hostel von Verena (kennengelernt in Iguazù) bei dem auch Salate mit unverschämt viel Knoblauch serviert wurden. Dabei waren auch Teddy (kennengelernt in Buenis Aires) und Lorenzo der Belgier. Den weiteren Abend verbrachten wir zuerst in einer Bar und dann in einem Club mit Reggaeton-, Salsa- und Cumbia-Hits.

v.l.n.r.: Anja (Deutschland), Vivi, Lorenzo (Belgien), Ale, Verena (Deutschland), Manu (Salta)

Der Tag danach war ziemlich lazy (viel Schlaf und keine Ausflüge). Den dritten Tag in Salta verbrachten wir mit einer unnötigen Tour nach Humahuaca (ganzer Tag im Bus). Unnötig deshalb, weil wir am nächsten Tag die exakt gleiche Route nach San Pedro de Atacama antraten.

Cerro de siete colores (übersetzt: Hügel der sieben Farben)

Ausserdem erlitten wir am dritten Tag fast eine Ei-Vergiftung...Verschlossen (Frühstück: Spiegelei mit Schinken, Mittagessen: Spiegelei mit Schnitzel, Abendessen: Spiegelei mit Spaghetti Carbonara (3 Eier pro Person)!!!). 

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Puerto Iguazù (8.5. - 10.5.)

Nach einer furchtbar kalten und kulinarisch abgrundtiefen Reise erreichten wir Puerto Iguazù, wo wir uns am ersten Tag von der strapaziösen Busfahrt erholen mussten. Am Abend assen wir ein dickes, saftiges Filet (das beste bisher). Den darauffolgenden Tag verbrachten wir im Nationalpark von Iguazù und bestaunten die atemberaubenden Wasserfälle von allen möglichen Seiten. Aufgrund der lästigen Viecher im Park konnte man sich nirgends in Ruhe hinsetzen, weshalb wir am Abend todmüde waren. Beim gemütlichem Zusammensitzen im Garten des Hostels bei einer Flasche Wein lernten wir viele neue Traveller kennen, darunter die aufgestellte Frankfurterin Verena. Am nächsten Tag erwartete uns eine 24-stündige Busfahrt nach Salta. Wir machten uns auf alles gefasst...

 

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