Yosemite Park (19.7. - 21.7.)

Um den Yosemite Park zu besichtigen, übernachteten wir etwas ausserhalb in Merced. Müde vom Fahren, gingen wir an diesem Tag nur noch schnell im Störbi ein Joghurt und einen Latte kaufen, schauten ein wenig Fern und gingen dann schlafen.  Vivi wurde mitten in der Nacht vom Fernseher geweckt, der sich selbstständig eingeschalten hatte, und blau-weiss blinkte. Kein Ding, denkt sich Vivi, und griff nach der Fernbedienung, um den Fernseher auszuschalten. Doch anstatt auszugehen ging das TV Programm an und zwar in voller Lautstärke! Jetzt wurde auch Ale aus dem Schlaf gerissen. Wir versuchten sofort die Lautstärke zu verringern, um nicht die Nachbarn auch noch aufzuwecken. Doch jedes Mal, wenn wir den Finger vom Knopf nahmen, machte sich der Fernseher wieder selbstständig und drehte das Volumen wieder voll auf! Wir drückten völlig geschockt alle möglichen Knöpfe und suchten schon nach der versteckten Kamera. Ale rannte verzweifelt im Pyjama zur Rezeption, doch auch nach mehrmals klingeln erschien niemand. Wieder zurück hatte Vivi es geschafft die Lautstärke zu drosseln, doch das Fernsehprogramm lief munter weiter. Da riss Ale kurzerhand die Kabel aus und es wurde schwarz..:)

Am nächsten Tag fuhren wir ins Yosemite Valley. Auf der Fahrt veränderte sich die Landschaft von trockenen, braunen Wiesen zu saftigen, grünen Wäldern.  Das Yosemite Valley wurde vor tausenden Jahren von einem Gletscher in ein breites U-förmiges Tal geschliffen. Unten im Tal besuchten wir die Yosemite Falls. In der Zeit der Schneeschmelze donnert dort angeblich sehr viel Wasser runter. Im Hochsommer, als wir dort waren, verflüchtigt sich das Rinsal fast noch im freien Fall. Dies beeindruckte uns nach den Fällen von Iguazu also nicht sonderlich..;)
Unvergesslich war jedoch der Ausblick vom Glacier Point, von wo aus man das ganze Tal mit den eindrücklichen, vom Gletscher geschliffenen, Granitbergen sehen konnte. Auf der Fahrt zu diesem Aussichtspunkt sahen wir übrigens einen Koyoten, der am Strassenrand um Essen bettelte und einen jungen Bären! 
Das Ziel des zweiten Tages war die Tuolumne Meadows, die grösste subalpine Wiese Nordamerikas mit eingebetteten Granithügeln und riesigen Tannen ringsum. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stopp bei einem wunderschönen, idyllischen Bergsee. Der Wind säuselte über die Wasseroberfläche, während rund um den See die Berge und Tannen thronten. Wir liessen uns ein Bad im frischen Wasser nicht entgehen. Ein fantastisches Gefühl mitten in dieser majestätischen Kulisse! Übrigens sahen wir nochmals einen Bären auf der Fahrt! Unglaublich, aber wahr!

 

 

 

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San Francisco (16.7. - 18.7.)

Nach der ersten Nacht im Schmuddelmotel in San Fran starteten wir den Tag, wie fast jeden anderen, mit einem Abstecher im Starbucks. Weiter ging's zu Fuss an den Fisherman's Wharf. Am Hafen gabs jede Menge Seafood, darunter die berühmte Clam Chowder Suppe im Brot. Eine dicke, weisse Suppe mit Muscheln, welche wir direkt nach dem Frühstück irgendwie nicht so ansprechend fanden. Schon vom Hafen aus sahen wir unser nächstes Etappenziel, den Coit Tower. Im Zick-Zack bewegten wir uns um die Blöcke von San Francisco, bis wir zu einer Treppe kamen. Unsicher fragten wir einen netten Herrn, ob diese Treppe uns zum Coit Tower führen würde. Er bejahte und wünschte uns noch viel Ausdauer. Da lachten wir noch, doch in der Hälfte wussten wir wie todernst er das meinte..;) Oben angekommen, genossen wir die wunderbare Aussicht über die treppenartigen Strassen und die vielen Brücken des Bays. Der Abstieg war ein Zuckerschlecken im Vergleich zum Aufstieg und führte uns direkt ins belebte Chinatown, wo wir uns ein chinesisches Gschlüdder- Etwas in die Münder schaufelten. In Chinatown schlenderten wir durch chinesische Apotheken, wo getrocknete Seegurken, Muscheln, Tintenfische usw. die Regale füllten. In einer schmalen und dreckigen Gasse entdeckten wir eine Glückskeksfabrik. Für 50 Cent durften wir ein Foto von den Arbeiterinnen am Waffeleisen machen, welche fleissig die Glückszettelchen in die heissen Guetzli falteten.

 

Natürlich kauften wir uns auch welche und weil man nie genug Glück oder Süsses haben kann, gabs für jeden zwei..:) Die frischen Kekse waren lecker, den Zettelchen sollte man jedoch nicht zu viel Beachtung schenken. Vivi und Ale sollte das gleiche Schicksal treffen, Julia erwischte einen Keks ganz ohne Glück und Vivi ergatterte dafür einmal die doppelte Portion..:) Nach einer Pause in einem Park begaben wir uns auf ein Fährtchen in den legendären Cable Cars! Diese steinalten und weltberühmten Trämli werden tatsächlich nicht nur von Touris genutzt, sondern scheinen ein beliebtes Fortbewegungsmittel der Einheimischen zu sein.

Auf dem Nachhauseweg entdeckten wir ein schweizer Restaurant, in dem wir am letzten Abend zu dritt essen gehen wollten. Bis wir uns allerdings vom Bett wieder aufraffen konnten und einen Parkplatz gefunden hatten, war bereits Neun Uhr. Im Restaurant angekommen, erklärte uns die bünzlige Schweizerin bestimmt, dass die Küche seit einer halben Stunde geschlossen sei. Bei diesem Restaurant ist offensichtlich nicht nur das Essen schweizerisch.. 

Am nächsten Tag mussten wir uns von Julia verabschieden. Bei Kuchen und Kaffee am Flughafen schauten wir zurück auf zweieinhalb Wochen Spass und Abenteuer. Ab hier stürzte sich Julia in ihr Eigenes und das alte Ehepaar Vivi und Ale führte Ihres fort...
Wieder zu zweit ging's am Nachmittag zum Baker Beach, wo sich wie bestellt der Nebel um die Golden Gate Bridge verzog und die Postkartenfotos ermöglichte.
 
 
Am Abend verdrückten wir Buurewurscht und Cordonbleu mit Spätzli im Schweizerrestaurant. Diesmal kamen wir typisch schweizerisch um sechs Uhr..;) Es hat sich gelohnt!
Bevor wir am folgenden Tag die Fahrt nach Merced nahe dem Yosemite Park antraten, machten wir noch Halt im idyllischen Sausalito und am Stinson Beach. Die grösste Überraschung unserer Reise? Trotz Sommer, Sonne und Strand waren die Temperaturen an der Küste ab San Fran eher eisig als sommerlich heiss..:( Unser neues Victoria Secret's Bikini blieb einmal mehr im Rucksack verstaut..
 

 

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Grand Canyon (14.7-15.7)

Nach dem lebendigen und niemals schlafenden Vegas gings am Samstag nach Flagstaff, einem kleinen, ruhigen Städtchen nahe dem Grand Canyon! Den nächsten Tag nutzten wir, um uns den riesigen und weltberühmten Canyon genauer anzuschauen. Ein weiterer absolut atemberaubender Moment auf unsere Reise. Die Dimensionen beeindruckten uns wiedermal so, dass wir aus dem Staunen nicht mehr raus kamen.

 

Als wir unsere Münder aber wieder geschlossen hatten, traten wir den langen Weg nach San Francisco an! Da die Fahrt aber nicht noch am selben Tag zu meistern war, legten wir einen weiteren Zwischenstopp in Barstow ein, welches mehr einer riesigen Raststätte (Fastfoodhölle) glich, als einer Stadt. 

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Vegas Baby!!! (10.7 - 13.7)

Noch auf dem Highway in der Wüste sahen wir am Horizont wie die Lichter von Las Vegas den Nachthimmel erhellten. Beim ersten Anblick vom Strip mit den vielen Leuchtreklamen, den schicken Hotels und den vielen Leuten auf der Strasse mussten wir vor heller Begeisterung schreien! Doch als wir uns in der Travellodge am Strip nur kurz hingelegt hatten, war zumindest für Vivi und Ale klar, dass an diesem Abend nichts anderes als das Bett erkundet wird..

Am nächsten Tag wurden die schicken Hotels am Strip inklusive Casinos und luxuriösen Swimming Pools abgeklappert bis unsere Füsse brannten. Am Abend steckten wir die armen Dinger auch noch in High Heels, begaben uns ins Kasino im Cosmopolitan und verzockten unser Geld an Spielautomaten und am Roulettetisch.
 
 
Julia war die Einzige, die zwischenzeitlich einen vernünftigen Gewinn hätte ihr Eigen nennen können. Aber wie das halt so ist packt einem die Spiellust und das Glück verlässt einen..:) Nach dem Gamblen machten wir uns auf den Weg ins "The Bank" im Bellagio. Wir standen zu hinterst in der Warteschlange als ein Promotyp auf uns zusteuerte und uns aufforderte ihm zu folgen, vorbei an der wartenden Partymeute..:) Eintritt wurde uns natürlich auch erlassen. Im Klub kam ein reicher, alter Gigolo auf uns zu und führte uns zu seinem Tisch, wo wir uns auf seine Kosten einige Drinks gönnten.
 
 
Zum Katerfrühstück am nächsten Tag gabs Burger und Spareribs vom Outback. Die restliche Zeit des Nachmittags wurde zur Regeneration genutzt, bevor wir am Abend in eine 18+ Show des Cirque du Soleil gingen. Es wurde gestaunt, bestaunt, viel gelacht und nur einmal waren wir ein bisschen geschockt..;) Die letzte Nacht in Vegas wurde anschliessend im Club Chateau im Eiffelturm durchgefeiert!
 
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Los Angeles (8.7 - 10.7)

In Los Angeles mussten wir zugeben, dass es sich manchmal doch lohnt ein paar Dollar mehr für die Unterkunft zu bezahlen. Wegen der total chaotischen Leitung mit "gspührsch mi - fühlsch mi" Einstellung  mussten wir die erste Nacht alle in getrennten Räumen in Betten schlafen, die auseinander zu brechen drohten und bei jeder noch so kleinen Bewegung laut quietschten. Bei der Führung durch die Villa Kunterbunt ging's vorbei an kleinen, improvisierten Schlafnischen à la Harry Potter, sowie dem Frühstücksraum, indem es so fürchterlich stank, dass wir trotz allen guten Manieren rückwärts hinausstolperten. Der Mitarbeiter erzählte uns dann auch noch mit einem breiten Grinsen, dass die Party hier letzten Samstag völlig aus dem Ruder lief und sie die Überreste noch nicht ganz beseitigt hatten. Lecker! Von den Bettlaken und den Badezimmern sprechen wir gar nicht erst..

Am Morgen ging's ab in die Universal Studios zu den Desperate Housewives an die Wisteria Lane und auch die Sets zu Bruce Allmighty oder Inception wurden uns präsentiert. Nach dieser legendären Studio Tour vergnügten wir uns in einer simulierten Achterbahn mit den Simpsons und in der Wasserbahn im Jurassic Park. Trotz unserem vermeintlich schlauen Plan ganz zu hinterst Platz zu nehmen, wurden wir von Kopf bis Fuss klitschnass..:)
 
 
Am Nachmittag cruisten wir gemütlich im Auto den Rodeo Drive (verdammt schicke Einkaufsmeile) entlang und versuchten einen Star zu erspähen.. Leider ohne Erfolg, doch das Schicksal meinte es gut mit uns. Als wir den Walk of Fame entlang schlenderten, den Kopf nach unten gerichtet um auch ja alle Namen auf den Sternen lesen zu können (obwohl wir 99 % davon nicht kannten..:)), fiel uns vor dem Dolby Theater eine Traube wartender Leute auf. Die Strasse war einseitig gesperrt und mit einer Fotowand besetzt, wo sich die Stars üblicherweise vor der Presse  in Szene setzen. Bald darauf fuhren auch die ersten Limousinen vor und der Kampf um ein Autogramm am Strassenrand ging los. Wir waren in Mitten der Filmpremiere zu Pacific Rim gelandet! Unter den anwesenden Schauspielern erkannten wir sogar das eine oder andere Gesicht, so z.B. das vom klassischen, aber doofen Bösewicht Robert Maillet. 
 
 
Nachdem wir die zweite Nacht wieder vereint verbracht hatten, begaben wir uns auf einen kleinen Ausflug zum legendären Hollywood-Zeichen. Nach der kurzen Fotosession ging's weiter zum wunderschönen Santa Monica Beach. Leider verging uns beim bewölkten Wetter die Lust auf einen Sprung ins kühle Nass, weshalb wir uns ein leckeres Essen gönnten und dann ab nach  Las Vegas düsten!!!:))
 
 
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